MEGA International

Interview mit Rolf Irion, Managing Director von MEGA International, VDI nachrichten

VDI nachrichten, Düsseldorf, 2. 11. 07, pek - Im deutschen Markt für Enterprise Architecture Management (EAM) geht kaum ein Weg an IDS Scheer (Aris) vorbei. Seit einigen Jahren macht Mega International dem Platzhirschen in seinem eigenen Revier Konkurrenz. VDI nachrichten sprach mit Managing Director Rolf Irion, der im August ausgerechnet von IDS Scheer in die Führungsriege von Mega wechselte.

VDI nachrichten: Warum wechselten Sie vom deutschen Marktführer IDS Scheer zu einem kleineren Unternehmen?

Irion: Wieso Marktführer? Mega ist international gleichwertig zu Aris (Werkzeuge für Prozessmodellierung) positioniert. Bezogen auf Modellierung ist Mega fokussierter, da wir nicht zwei Drittel des Umsatzes mit SAP-Dienstleistungen machen. Im Bereich Governance, Risk und Compliance Management (GRC) hat Mega die Nase vorne.

VDI nachrichten: Was will Mega in einem Markt erreichen, der von IDS Scheer beherrscht wird?

Irion: IDS ist nur in Deutschland Marktführer, Mega dafür in Frankreich. International ist mal der eine, mal der andere, mal ein Mitbewerber führend. In den verschiedenen Teildisziplinen sieht die Situation ähnlich aus: Mega ist im Enterprise Architecture Management (EAM) führend, und wird bei GRC führend sein. Es gibt also genügend Bereiche, in denen wir auch hier in Deutschland erfolgreich ansetzen können.

VDI nachrichten: Wo liegt der Schwerpunkt in der Unternehmensausrichtung?

Irion: Unsere internationale Organisation und Softwareentwicklung sind unbegrenzt skalierbar. Durch bestmögliche Industrialisierung der Softwareentwicklung können Produktinnovationen in hoher Qualität schnell umgesetzt werden. Mega lässt Partnern mit komplementären Angeboten Freiraum, so dass Kundenprojekte schneller und mit höherem Nutzen umgesetzt werden können.

VDI nachrichten: Welche Branchen hat Mega im Fokus?

Irion: Wir sind auf keine Branche festgelegt, da unsere Lösungen branchenneutral sind. Bei Finanzdienstleistern und im öffentlichen Sektor sind wir besonders stark. Wir haben aber auch in allen anderen Branchen "Blue Chip"-Kunden.

VDI nachrichten: Wie wichtig ist SAP für Mega und für den gesamten Markt?

Irion: In Europa gibt es nur wenige große und mittelständische Unternehmen, die kein SAP-System nutzen. Aus diesem Grund präsentiert Mega nun eine Schnittstelle zum SAP Solution Manager. Es gibt keine Fragen der gegenseitigen Abgrenzung, da Mega nicht als SAP-Implementierer auftritt.

VDI nachrichten: Was macht Mega im Bereich Service-orientierte Architekturen (SOA) und wie ist das Unternehmen im Bereich On Demand aufgestellt?

Irion: SOA ist für uns keine neue Denkweise, da Mega von Beginn an auch die Schnittstelle von prozessorientierter "Build-time" zu "Run-time" bedient hat. Nur die Konzepte haben sich weiterentwickelt.

Das Meta-Modell von Mega gewährleistet ein sauberes "Top-down Modelling", von Zielen, Anforderungen, Kunden, Geschäftsbereichen etc. über die Wertschöpfung bis zur Arbeitsanweisung sowie den Querverbindungen zu Funktionalitäten, IT-Services, usw. Zahlreiche Schnittstellen zu BPM-Plattformen und SOA-Lösungen existieren bereits. Die Offenheit der Mega-Software begünstigt die bidirektionale Anbindung weiterer Systeme. Der On-Demand-Gedanke wird bei Mega bereits heute im Lizenzmodell berücksichtigt.

VDI nachrichten: Wie sehen Sie die Marktentwicklung für Mega im kommenden Jahr?

Irion: In der Vergangenheit konnte Mega seine Wachstumsrate jedes Jahr in etwa verdoppeln. 2006 stieg unser Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 % auf 29,6 Mio. €. Ich gehe davon aus, dass Mega auch in den kommenden Jahren weiter auf Wachstumskurs ist, da der Markt sehr dynamisch wächst, wir bestens aufgestellt sind und mit GRC ein großer Markt hinzukommt.

VDI nachrichten: Wie wichtig ist der deutsche Markt für Mega?

Irion: Deutschsprachige Kunden wissen, was man für gutes Geschäftsprozessmanagement braucht und schätzen die Leistungsfähigkeit des Mega Repositorys. Enterprise und IT Architecture Management sind auch in Deutschland mitnichten "Aris-Land". Hier ist noch alles offen für uns.

PETER KELLERHOFF

www.mega.com/de

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